IPv6 ReadyDem Internet gehen die Adressen aus: Das bisherige IP-Protokoll (IPv4, Internet Protocol Version 4) ist mit 4,3 Milliarden Adressen beinahe ausgebucht. Abhilfe soll hier die neue Version 6 des IP-Protokolls bringen.
Mit bis zu 340 Sextillionen m√∂glichen IP-Adressen (das ist eine Zahl mit 39 Stellen) d√ľrften danach keine Engp√§sse mehr entstehen.

Aufbau:

IPv6-Adressen sind mit bis zu 32 Zeichen wesentlich länger als die bisher verwendeten, maximal zwölfstelligen IPv4-Adressen. Sie bestehen in der Regel aus 8 Blöcken mit jeweils 4 hexadezimalen Zeichen und sehen zum Beispiel so aus: 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344

Nat√ľrlich gibt es die viel leichter zu merkenden Domain-Namen (wie z.B. www.internex.at) nach wie vor, lediglich die IP-Aufl√∂sung √§ndert sich. Einige Besonderheiten bzw. Ausnahmen in der Schreibweise gibt es auch. Hier die wichtigsten im √úberblick:

  • F√ľhrende Nullen innerhalb eines IP-Blockes d√ľrfen ausgelassen werden (2001:0db8:0000:08d3:0000:8a2e:0070:7344 ist gleichbedeutend mit 2001:db8:0:8d3:0:8a2e:70:7344)
  • Aufeinander folgende Bl√∂cke, die einen Wert von 0 (bzw. 0000) haben, d√ľrfen ausgelassen werden (2001:0db8:0:0:0:0:1428:57ab ist gleichbedeutend mit 2001:db8::1428:57ab)
  • F√ľr die letzten 4 Bytes der Adresse darf die herk√∂mmliche, dezimale Schreibweise verwendet werden (::ffff:7f00:1 ist gleichbedeutend mit¬†::ffff:127.0.0.1)

Im Browser bzw. in einer URL wird die IPv6-Adresse in eckigen Klammern geschrieben: http://[2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344]/, dies verhindert die Verwechslung mit Port-Angaben.
Das eigene Netz (in der Regel mit localhost verkn√ľpft) wird im IPv6 Protokoll mit¬†::1/128 (oder nur¬†::1) geschrieben. Zum Vergleich: Bei IPv4 lautet dies¬†127.0.0.1.

IPv6 und DNS

Die IPv6 Adressen sind aufgrund der L√§nge viel schwieriger zu merken – deshalb ist auch bei IPv6 Adressen eine funktionierende DNS noch viel wichtiger. Zum Aufl√∂sen von IPv6 Adressen wird der Resource Record AAAA (sprich: Quad-A) verwendet. Dieser √ľbersetzt die Adresse genau wie der A-Record bei IPv4 Adressen. F√ľr den Reverse Lookup wird nach wie vor der PTR-Record verwendet, mit dem Unterschied, dass die Reverse Domain nicht IN-ADDR.ARPA wie f√ľr IPv4, sondern IP6.ARPA hei√üt. Stehen f√ľr eine Verbindung sowohl IPv6 (AAAA) als auch IPv4 (A) Protokolle zur Verf√ľgung, wird die IPv6-Version verwendet.

Vorteile

Der gr√∂√üte Vorteil von IPv6 liegt auf der Hand – es gibt keine Wachstumsgrenze mehr! Dar√ľber hinaus hat IPv6 speziell beim Thema Sicherheit gegen√ľber IPv4 die Nase um L√§ngen vorn:
Das neue System hat eine Prozedur integriert, mit der die Adressen und Identit√§ten verifiziert werden k√∂nnen. Eine sogenannte „Adress-Spoofing“-Attacke, bei der Webseiten-Adressen so manipuliert werden, dass sie von einer Quelle zu kommen scheinen, der man normalerweise vertrauen w√ľrde, die aber tats√§chlich von einer ganz anderen Adresse stammen,¬†wird so viel schwieriger. Auch Router und Firewalls der IPv6-√Ąra bieten einen gr√∂√üeren Schutz gegen anonyme Attacken und garantieren so einen deutlich effizienteren Datenaustausch.
Ein weiteres Problem von IPv4 wurde durch das neue Protokoll ebenfalls behoben, nämlich das NAT (Network Address Translation). Die Notwendigkeit dieses Dienstes, durch den mehrere Clients eine gemeinsame IP-Adresse verwenden können, der jedoch nicht immer verlässlich funktioniert, wird durch IPv6 reduziert.

Kritik

Bei Datensch√ľtzern ist das IPv6 Protokoll umstritten: Theoretisch lie√üe sich nun jedem mit dem Internet verbundenen Ger√§t eine fixe IP zuordnen. Hier√ľber ist bzw. w√§re man auch Jahre sp√§ter eindeutig identifizierbar und jeder im Netz get√§tigte Schritt zuordenbar. Bei IPv4 hingegen erhielt man normalerweise bei jedem Verbindungsaufbau eine neue IPv4-Adresse zugewiesen.

Internex und IPv6

Die internex GmbH ist nat√ľrlich ebenfalls bereits „IPv6 ready“ und wir teilen Ihnen auf Anfrage gerne IPv6 Netze f√ľr Ihre (Server/Housing)-Produkte zu.

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